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Der Sommer ist Insektenzeit

Sie können furchtbar lästig sein: Die gemeine Stechmücke, die uns nachts mit ihrem Summen den Schlaf raubt, Wespen, die sich am Kaffeetisch und bei der Grillpartie vergnügen oder Milben, die uns im Gras überraschen. Perfekten Schutz gegen die kleinen Plagegeister gibt es nicht. Doch manches ist möglich – auch um die Folgen einer „Begegnung“ zu lindern.

Geruch und Farben als Lockmittel

Schwarze, flatternde oder stark farbige Kleidung ist für viele Insekten attraktiv. Wer sich im Freien für Weiß, Grün oder Hellbraun entscheidet und sich zudem mit langen Hosen und Ärmeln sowie einem Hut schützt, ist bereits recht gut ausgestattet. 

Auch viele Düfte sind äußerst anziehend: Neben Haarspray, Parfümen, Cremes und stark duftender Sonnenmilch gehören Schweiß und unsere Atemluft dazu. Dies ist vor allem beim Sport zu beachten. Daher sind bei schweißtreibenden Aktivitäten Insektenschutzmittel (Insektenrepellents) wie Authan oder Anti-Brumm zu empfehlen. Werden sie zusammen mit Sonnenschutzmitteln aufgetragen, gilt die Reihenfolge: erst der Sonnenschutz, dann das Insektenschutzmittel. Doch Vorsicht: Kinder unter zwei Jahren sollten möglichst nicht mit solchen Mitteln eingerieben werden. Außerdem sollten Sie die Mittel stets auf mögliche Unverträglichkeit der Wirkstoffe prüfen.

Kleine Verhaltensregeln
bieten ebenfalls Schutz

Barfuß laufen im Sommer ist schön und gilt als gesund – nicht wenn es um Insekten geht. Manche Wespen und Hummeln bauen ihre Nester am Boden, Milben und Zecken lieben nackte Füße, und die Blüten sind von Insekten bevölkert. Aus dieser Perspektive sind Schuhe ein wirkungsvoller Schutz. Wer im Haus mehr Ruhe vor Stechmücken haben möchte, sollte auf Fliegengitter zurückgreifen. Schließlich gilt: Lebensmittel und Getränke nicht offen stehen lassen und vor jedem Bissen oder Schluck genau hinsehen. 

Allergien beachten: Wespen liegen vorn

Allergische Reaktionen werden in Deutschland vor allem auf Wespenstiche registriert (90 %). Leichte Reaktionen zeigen sich als Quaddeln oder stärkere Schwellungen. Es können Schnupfen, Augen- oder Atemprobleme hinzukommen. Heftiges Jucken der Handflächen oder Fußsohlen, der Zunge oder im Rachen weisen auf eine stärkere Reaktion hin, die bis zu Schluckbeschwerden, Atemnot, Schwächegefühl und Hitzewallungen sowie einem allergischen Schock reichen können. Das Risiko ist besonders dann groß, wenn jemand schon einmal stark auf einen Insektenstich reagiert hat. Ein Allergietest kann mehr Klarheit über das eigene Risiko und die Behandlungsmöglichkeiten geben. 

Kann es zu allergischen Reaktionen kommen, sollte ein Notfallset möglichst schnell zur Hand sein. Denkbar ist auch eine Hyposensibilisierung. Wir beraten Sie gerne zu den verschiedenen Maßnahmen.

Wenn es doch passiert ist: Kühlen hilft

Grundsätzlich gilt: Kühlen bringt nach einem Insektenstich oder –biss Linderung. Eiswürfel, kühle Umschläge mit Wasser oder Alkohol, geschlossene kalte Getränkedosen oder –flaschen – was gerade zur Hand und kalt ist, kann genutzt werden. Betupfen mit Zwiebelsaft, Essigwasser, Zitronensaft, Zahncreme, Teebaumöl oder Alkohol ist ebenfalls hilfreich. Auch dies lindert den Juckreiz durch Verdunstungskühle. Kratzen sollte möglichst vermieden werden. Stattdessen höchstens massieren oder drücken. Lindernd wirken juckreizstillende Antihistaminika als Salben, in schwereren Fällen zusätzlich als Tabletten. 

Manchmal besser zum Arzt

Sind die Beschwerden stärker als üblich, etwa eine starke, heiße Schwellung oder Schmerzen, entzündet sich die Einstichstelle oder kommt es zu Atemnot, Schwindel, Erbrechen, kaltem Schweiß und Herzklopfen, suchen Sie bitte einen Arzt auf oder verständigen Sie den Notarzt. Dies gilt insbesondere bei Stichen in den Mundraum oder Hals. Dann sollten Sie sofort:

  • den Notarzt alarmieren,
  • ständig Eis lutschen lassen,
  • kalte Umschläge um den Hals legen,
  • die Atmung kontrollieren.

Wir wünschen Ihnen einen stich- und bissfreien Sommer!

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